Computer auf einem Ständer, Telefon in der Hand. Bilder drücken sich gegen die
Netzhaut. Je länger der Blick insistiert, desto stärker setzt der goon state ein. Speichel glänzt, die Augen kreuzen sich, und die erkennbaren Zuckungen des gooners erscheinen. Ziel: den grail state, den goon state zu erreichen. So lange insistieren, bis die Wahrnehmung verschwimmt, sich selbst vergessen, die Zeitlinie verdrehen, sich inszenieren, wiederholen, wiederholen, wiederholen. In der goon cave bestehen die Felsformationen aus zahlreichen Bildschirmen. Pheromone und aphrodisierende Süssigkeiten werden im Überfluss ausgestellt. Im Verlauf der Performance wird Begehren intravenös injiziert, bis es sich als Täuschung entlarvt. In GOON wird Tanz zum Medium, durch das drei Performer*innen ekstatische Formen von Lust verfolgen. Sie machen Versprechen einer Befreiung, die möglicherweise nie eintritt. Sie bewegen sich in einem liminalen Raum, in dem Authentizität und Performance ineinander übergehen.
Choreografie & Performance P. Piton
Erarbeitet mit Sepideh Khodarahmi & Nica Roses
Produktion & Diffusion (CH) Maxine Devaud / oh la la – performing arts production
Musik Xafya Lovecraft
Lichtdesign TBC
Dramaturgie Ofelia Jarl Ortega & Lucia Gugerli
Künstlerische Beratung Élie Autin, Natasza Gerlach & Simone Aughterlony
Diffusion Charlotte Wacker (EU), Ruby Glaskin (UK)
Fotos Nadja Voorham
Koproduktionen Tanzhaus Zürich, Arsenic – Centre d’art scénique contemporain
Partnerschaften MDT Stockholm, Fierce Festival Birmingham, Metarage Brüssel
Förderungen In Arbeit, Landis & Gyr Stiftung