Image from valse reworked

Auf die Einladung vom Dance Life Festival Nairobi, von Johannas Stück valse, valse, valse, dass sich mit dem revolutionären und rauschhaften Potential des Walzers auseinandersetzt, überlegt sich Sie sich was diese Arbeit in einem neuen Kontext, weit weg vom Eurozentristischen Blick, aber in einem Land mit kolonialer Geschichte bedeutet. Walzer steht für eine gewisse weisse Oberschicht, kultiviert in den Ländern ehemaliger Kolonialmächte. Wer genauer die Geschichte des Walzers erforscht, erfährt, dass dieser Paartanz eigentlich eher von einer Arbeiterklasse und auf dem Land in Gaststätten getanzt wurde, bevor sich die Oberschicht den Walzer als Standardtanz unter den Nagel riss und er immer strengeren Formen und Regeln unterlegen wurde. Das sieht man zum Beispiel in der sehr strengen aufrechten Haltung, die erst viel später dazu erfunden wurde.“ wurde. Im 19. Jahrhundert wurde der Walzer sogar einmal verboten, aus Angst , dass die Tanzenden durch Drehen, in einen rauschhaften Zustand gelangen könnten. Gemeinsam mit 4 professionellen Tänzer:innen aus Nairobi fragt sich Johanna was der Walzer als Phänomen von Verwandlung und Appropriation aus der Perspektive der Performer:innen bedeutet und was für Konnotationen in einem anderen Kontext bleiben oder sogar neu dazukommen. Sie untersuchen die Bewegung der Drehung und was dabei dann als Bewegungssprache am Ende noch übrig bleibt.

von Johanna Heusser

Besetzung

Choreografie Johanna Heusser
Performance en cours de distribution
Dramaturgie und Outside Eye Adam Chenjo
Production und Diffusion Maxine Devaud / oh la la - performing arts production

Termine